Herkunft

Palmölimporte in die Schweiz

Die Schweiz importierte im Jahr 2020 rund 23’000 Tonnen Palmöl und Palmkernöl für die Lebensmittelindustrie. Vor zehn Jahren waren die Einfuhren mit 32’000 Tonnen noch um 30 Prozent höher. Je rund ein Viertel der Palmölimporte stammen aus der Elfenbeinküste, Malaysia und den Salomonen, rund 10 Prozent aus Kambodscha.

Florin und Nutriswiss beschaffen ausschliesslich segregiertes und RSPO-zertifiziertes Palmöl. Nachfolgend stellen wir vier Produzenten vor:

Bio-Palmöl

Rund 5 Prozent der Palmölimporte sind Bio Suisse zertifiziert. Dieser Anteil wird in Zukunft steigen, da Coop bei den Eigenmarken Bio-Knospe-Palmöl einsetzen wird. Damit die überbetriebliche Nachhaltigkeit gewährleistet ist, fordert die Bio Suisse zusätzlich eine gültige Zertifizierung nach RSPO-Standard (nachhaltig produziertes Palmöl).

 Lebensbedingungen der Kleinbauern verbessern

Rurality – das Resilienzprogramm von Eathworm für Kleinbauern – wurde mit finanzieller Unterstützung von Nestlé und Pro Fair Trade in der Elfenbeinküste gestartet. Es stützt sich auf drei Säulen:

  1. Verbesserung der Rückverfolgbarkeit, Transparenz in den Lieferketten und Stärkung der Beziehungen zwischen den Landwirten und anderen wichtigen Akteuren des Sektors;
  2. Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Bauern durch Verbesserung der Produktivität, Ernährungssicherheit, Diversifizierung der Einkommensquellen sowie Schulung;
  3. Schutz der Umwelt durch den Erhalt von klassifizierten Wäldern, Böden und Wasserquellen sowie durch die Förderung von Agroforstwirtschaft.

Seit dem Start des Rurality-Programms im Jahr 2016 wurden mehr als 4’000 Farmen geografisch lokalisiert (mit GPS-Punkten) und 2’525 Landwirte wenden auf ihren Ölpalmen- und Kakaoplantagen beste Managementpraktiken an. Weitere Informationen zu den bisherigen Resultate finden Sie im Jahresbericht (Englisch).

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